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Es vergeht kaum ein Jahr, in dem nicht ein neues Werk der Formation in die Läden kommt. Darin sieht ihr Shouter und Basser jedoch kein Problem: „Auch ich bin Musik-Fan und mir persönlich dauert es immer viel zu lange, wenn eine Band drei Jahre bis zum nächsten Album verstreichen lässt. Wir haben noch immer unheimlich viel Spaß an unserer Musik und das zeigen wir. Glaubt es oder nicht.“
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Die regelmäßigen Veröffentlichungen (acht Alben in zehn Jahren) sprechen für diese Aussage und das Quartett motiviert sich scheinbar immer wieder problemlos. PRO-PAIN zählen seit ihrer Gründung von 1992 zu den beständigsten, aggressivsten und erfolgreichsten Vertretern ihrer Mischung aus viel Metal und immer noch ein wenig Hardcore. Nur noch wenige Bands sind ähnlich ausgerichtet und PRO-PAIN gehen diesen Weg bereits seit einem ganzen Jahrzehnt; haben ihre Passion sehr früh entdeckt. Die Musiker wollen nichts anderes spielen und die treue Fanbasis dankt das sicherlich. Der Vierer zeigt sich inzwischen so variabel, wie es im eng gesteckten Rahmen eben geht. Voneinander differenzierte Songs sind nicht die Stärke von PRO-PAIN. Vielmehr weiß man bereits im Vorfeld, womit zu rechnen ist. Für große Überraschungen ist das Quartett inzwischen einfach zu routiniert. Auch wenn man darin eine Schwäche sehen kann, verstehe ich es als Vorzug. Warum sollte man auch ein erfolgreiches Konzept ändern? PRO-PAIN sind eben PRO-PAIN! Sie müssen nichts mehr beweisen und spielen in einer eigenen Liga:
„Ja, unbedingt. Wir haben uns niemals von gängigen Trends beeinflussen lassen oder davon, was andere Bands gesagt haben. Wir bewegen uns auf einem sehr trendanfälligen Markt und haben bis heute überlebt.“ Nicht umsonst werden sie auch als Veteranen ihrer Sparte gehandelt; die jahrelange, harte Arbeit anerkannt.
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“Shreds Of Dignity“ setzt sich direkt mit den Geschehnissen des 11. September auseinander. Schon der Titel ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Das Album wurde in nur zwei Monaten in Gary’s Studio eingeprügelt und fertiggestellt. Vielleicht ist es noch eine Spur wütender als die Releases zuvor. Die Texte reflektieren die heutige Zeit und versuchen immer wieder den schlimmen Ereignissen Positives abzugewinnen. Gary selbst versteht die Platte als „Sprachrohr der Empfindungen der amerikanischen Mittelklasse“ . Von der Einstellung her hat das weder mit Hardcore noch mit Metal viel zu tun. PRO-PAIN „outen“ sich als gesetzte Amerikaner mit Hang zum Patriotismus. Das Kreuz auf dem Cover ist ein adaptiertes Verdienstkreuz der New Yorker Polizei, mit dem die Band den aufopferungsvollen Helden Respekt und Anerkennung zollt.
Neben der Full-Time-Band zeigen sich die Musiker noch immer mit dem HC-Underground verbunden. Sowohl Eric (Gitarre) als auch Gary&Tom (Gitarre) betreiben eigene Studios, in denen sie mit lokalen Nachwuchsbands arbeiten, sie aufnehmen und auch produzieren. Against All ist eine dieser Bands und PRO-PAIN bringen sie sogar auf ihre Frühjahrtour nach Europa mit. Eric’s Studio befindet sich Pittsburgh, Pennsylvania, während Gary und Tom in Sarasota, Florida arbeiten.
Vom Hardcore früherer Tage distanziert sich Gary inzwischen dennoch: „Für mich war Hardcore schon immer eine jugendorientierte Musikrichtung, die auf jugendlichen Ängsten aufbaut. Ich fühle mich heute nicht mehr als Teil dieser Szene, da meine Jugendtage schon ein wenig zurückliegen.“
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