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Grave Digger - Dudelsäcke, aber beileibe kein Mittelalter-Metal

Der 16. Januar 2002, in der Hauptstadt ist es schweinekalt, Neuschnee fällt. Ein alles andere als angenehmes Klima für jemanden, der eigentlich mit einem grippalen Infekt im Bett liegen und sich ´bemutteln´ lassen sollte. Doch es gibt Dinge im Leben, da muss man einfach durch beziehungsweise dabei gewesen sein. Zum Beispiel ein exquisites True Metal-/Power Metal-Billing-Billing in der sonst damit nicht verwöhnten Spreemetropole. Oder ein Konzert von Grave Digger, einem der teutonischen Aushängeschilder in Sachen H-E-A-V-Y Metal. Wenn beide Ereignisse auch noch zusammenfallen, ist das schön und natürlich zudem Pflichtprogramm für jeden amtlichen Metaller!

Dafür nimmt man dann sogar Anfahrtzeiten von einer Stunde in Kauf, liegt doch die Music Hall zwar nicht am verlängerten Rücken dieses Planeten, dennoch aber nicht gaaaaaaanz so zentral. Egal, konnte man beim Anfahrweg schon mit der Begleitung fachsimpeln, welchen Song Grave Digger als Opener spielen werden (´The Grave Digger´oder ´Son Of Evil´?). Gleicher Meinung waren auch etliche Fans, die zahlreich angepilgert kamen, rechnete ich doch aufgrund des Wetters, der Lage und des Zeitpunkts (Mittwoch, 20:30 Uhr) mit einem zahlenmäßig geringerem Auditorium.

So konnten sich Tierra Santa über eine gut gefüllte Halle freuen, als sie die Bühne betraten. Die fünf Spanier nutzten die Gelegenheit, ihr aktuelles Album ´Sangre De Reyes´ vorzustellen und überzeugten dabei das Publikum (O-Ton eines Fans: ´Richtig gute, alte Handarbeit!´). Metal mit spanischem Gesang scheint im Kommen zu sein, auch wenn ich keine Ahnung habe, worüber der Frontmann in seinen Songs berichtete. Dies schien ihm auch bewußt zu sein, verzichtete er somit (leider...) auf Ansagen oder Songtitel. Der Stil von Tierra Santa läßt sich als Mischung aus einem Schuss AC/DC, dem guten, alten Melodic Speed Metal der Marke Helloween und gesanglichen Marken á la Ankhara beschreiben. Epische Keyboardflächen, die viel zu leise waren, trafen auf zweistimmige, eingängige Gitarrenleads und melodischen Gesang. Trotz des statischen Stage-Acting ernteten Tierra Santa berichtigterweise warmen Applaus, den sie sichtlich genossen und mit zusätzlicher Spielfreude quitierten.
Brainstorm hatten viele Freunde in der Halle, die Stimmung war schon ausgesprochen gut, als der Fünfer die Bühne enterte. Zu recht, wie sich herausstellte, denn mit dem Intro ´Metus Mortis´ und dem Opener ´Blind Suffering´ gaben die Mannen um das agile Energiebündel am Mikro Andy B. Franck Vollgas, was sich in heftige Riffs, filigrane Soli und kräftigen, melodiösen Gesang äusserte. Das Publikum war sofort enthusiastisch bei der Sache und genoss den direkten Kontakt zur Band. Mit ´Shadowland´, ´Hollow Hideaway´ und ´Other Lights´ folgten weitere moderne Power Metal-Kracher vom aktuellen Output. Als Belohnung für eine tolle Leistung durften Brainstorm sogar für eine Zugabe zurück auf die Bühne, bei der sie ´Meet Me In The Dark´ intonierten.

 


Stilgerecht eröffnete ein Gewitter den Grave Digger-Gig, tosender Applaus vorweg, als würde ein Messias Wunder verkünden. Der Reaper wandelte auf der Bühne und nahm Stellung hinter den Keyboards, dann stürmten die Grabschaufler ihre Aktionsfläche. Ein fetter Sound zeigte, wo es die folgenden 100 Minuten langgehen würde: hymnischer, rauer und ehrlicher Heavy Metal, weit entfernt von jeglicher Trendanbiederung wie Mitte der 80er, als Grave Digger vergeblich auf den Bon Jovi-Zug aufspringen wollten. Die alten Sünden verziehen und vergessen, wurde ´Son Of Evil´ aus den Boxen geprügelt, Master Chris Boltendahl war einmal mehr im Vollbesitz seiner röhrenden Stimme. Es folgte ´The Raven´, eine weitere mystisch, dunkle Hymne vom aktuellen Output ´The Grave Digger´. Besonders der neue Gitarrist Manni Schmidt (Ex-Rage), ebenso aber auch der Rest der Band vermittelte eine ungeheure Spielfreude, die durch viel Bewegungsfreiraum auf der Bühne nicht gebremst wurde.


´Lionheart´, ´Circle Of Witches´, ´King Pest´, ´Scotland United´, ´Silence´ oder auch ´The Dark Of The Sun´ folgten, bei denen die Fans jede Silbe mitsangen. Chris übergab oft während der Refrains dem Publikum den Hauptpart, bei jedem noch so kleinen Feedback huschte ein Lächeln über sein Gesicht, was ihn umso sympathischer erscheinen ließ. Eines der Highlights war sicherlich das Klassiker-Medley, welches unter anderem aus ´The Reaper´, ´Killing Time´ als auch ´Symphony Of Death´ bestand. Bei ´The House´und ´Silence´ offenbarte der Chef-Gräber ungeahnte gesangliche Qualitäten, die für sehr viel Atmosphäre sorgten.
Zum Abschluss des offiziellen Sets ertönte das legendäre ´Rebellion (The Clans Are Marching)´, welches mit dem feinen Dudelsack-Zwischenpart den gelungenen Abschluss der Historienstücke für diesen Abend darstellte. ´The Grave Digger´ folgte als erste Zugabe, bei der zweiten Rückkehr bekamen die restlos zufriedenen Headbanger ´The Round Table´ und ihre obligatorischen Hymnen ´Headbanging Man´ als auch eine DER Hymnen der Gitarrenmusik ´Heavy Metal Breakdown´ um die Lauscher geballert. Danke Jungs!
Wenn ich auf dem Heimweg nicht noch von diesen seltsamen grünen Männchen in Uniform angehalten worden wäre, die mein Alter wissen wollten und sich erstaunt davon trollten (Ob die sich an beschlagnahmten Zeug verköstigt haben? Wär ´ne Variante...) , wäre der Abend optimal gelaufen...


 

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Ingo
© 01/2002 whiskey-soda.de
 


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