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Beatsteaks - Sympathische Rockhelden erobern die Welt

Uns’ Jungs, wie wir in Berlin sagen, die grandiosen Beatsteaks veröffentlichen demnächst ihr mittlerweile drittes Album via Epitaph, ein Album auf das sicher nicht nur die Berliner sehnsüchtig warten, sondern die ganze Nation. Angeheizt durch die fantastischen Vorgänger '48/49' und 'Launched' und die grandiosen Liveshows der fünf Chaoten, hat sich die wartende Fanmasse sicher nicht verkleinert, doch nun ist es bald soweit, am 28.01.2002 erscheint 'Living Targets', die Scheibe, die den Beatbuletten nun wirklich den Durchbruch im großen Rahmen bescheren könnte.

Das die Band selbst unwahrscheinlich stolz auf ihren neuen Output ist, kann ich schon erkennen, als ich mit Arnim (Voc.,Git.) und Peter (Git.,BackVoc.) in einem kleinen Café Platz nehme, und die Zwei überaus gut gelaunt und auskunftsfreudig sind. "Oh, ja 'Living Targets' gefällt uns auch super gut, auf der Platte kann man viel entdecken und wenn man sich erst mal eingehört hat, wird die Scheibe auch nicht langweilig, wie viele andere Platten, die man sich irgendwann überhört" Das die Beatsteaks nie das machen, was man von ihnen erwartet, dürfte eigentlich mit dem 'Launched' Release schon klar gewesen sein, die ein Quantensprung in punkto Stil und Produktion im direkten Vergleich mit dem Debüt war und auch vielen alten Fans etwas bitter aufstieß und dann doch zum Favorite wurde. Auf 'Living Targets' ist nun auch alles wieder anders, vielfältig noch mehr Rock, mehr Gefühl, mehr Melodie und doch unverkennbar Beatsteaks, somit ein Beweis für die eigenen musikalischen Vorlieben der einzelnen Mitglieder.

"Dass das neue Album so vielfältig ist war nicht geplant, eine Platte ist ja immer eine Momentaufnahme einer Band, wir haben uns nicht hingesetzt und überlegt, was wir anders machen können. Das passiert, wenn etwas im Proberaum cool klingt, machen wir es, ohne darüber nachzudenken, wie es mit Erwartungshaltungen anderer Leute aussieht. In erster Linie muss es doch uns gefallen." Bestes Beispiel für die Eigenständigkeit der Band und ihren Umgang damit, ist wahrscheinlich der Song 'Disconnected', eine langsame, ruhige Nummer mit Elektrobeats und atmosphärischen Gitarrenstrukturen. " Ja, der Song ist einfach während einer Bandprobe entstanden, wir haben da so mit elektronischen Beats rumgespielt und gemerkt, wie geil das eigentlich klingt. Wir haben dann damit rumprobiert und auf einmal war 'Disconnected' entstanden. Bis auf den Gesang ist auch alles was man auf der Platte hört, die Aufnahme aus unserem Proberaum. Verschrecken wird das die Leute nicht, denn wir hatten ja auch schon auf 'Launched' mit 'Mietzi’s Song' eine ruhige Nummer, die den Leuten gut gefällt. Da wird man auch hiermit nicht so große Probleme haben. Außerdem kann man doch von einer Band nicht erwarten, dass sie sich nicht weiterentwickelt." Richtig, Stagnation ist Gift für eine Band und so muss man es auch den Beatsteaks nachsehen, dass sie nun mal nur das machen, worauf sie Bock haben und was ihrem momentanen Zustand als Musiker entspricht, denn die Jungs haben schon immer probiert das Beste aus ihren Songs rauszuholen, 'Launched' wurde von Howie Weinberg gemastered und auch das neue Album wurde von Uwe Sabirowsky und Ex- Faith No More Mann Billy Gould je hälftig produziert, wobei sich der Release der Platte nicht wenig verzögerte, aber der Sound trotzdem absolut homogen ist.

 

"Als wir mit den Aufnahmen mit Uwe fertig waren, hatten wir das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Nicht das wir mit Uwes Arbeit unzufrieden waren, aber es fehlte was. Dann kam über unseren Manager die Möglichkeit mit Billy Gould etwas zu machen, und das lässt man sich ja nun nicht entgehen. Billy ist also nach Berlin gekommen und wir haben uns noch mal eine Woche lang eingeschlossen, um mit ihm zu arbeiten und es war ziemlich produktiv. Das man am Sound nicht merkt, dass hier zwei verschiedene Leute am Werk waren liegt daran, dass Billy mochte, was Uwe gemacht hat und nicht versucht hat ihn zu überbieten so von wegen: "Ich mach eh alles besser." Außerdem waren wir ja auch noch da, um unsere anfänglichen Befürchtungen, dass das die Platte auseinanderreißen könnte zu zerstreuen. Jetzt stimmt jedenfalls alles und die Entscheidung war gut den Release zu verschieben, da wir auch keinen Bock hatten so was halb gares abzugeben." Wie die Scheibe vor Billy Goulds Intervention geklungen hat, weiß ich nun nicht, jedenfalls ist das Endergebnis fantastisch und wird einer Band, wie den Beatsteaks absolut gerecht. Gleiches gilt für die Texte, die wieder ziemlich persönlich sind, aber wie immer so weit, dass jeder Hörer seinen persönlichen Kontext daraus schließen kann. "(Arnim) Meiner Meinung nach sind die Texte auf dieser Platte, die besten, die wir je hatten, und, da hast du recht, alle sehr persönlich. Doch auch so umgesetzt, dass jeder seinen eigenen Sinn daraus ziehen kann. In erster Linie sollen die Texte aber mit der Musik wirken, deshalb drucken wir sie auch nicht ab, sondern veröffentlichen sie nur auf unserer Webpage, damit man sie nicht lesen kann bevor man nicht die Musik dazu gehört hat. Musik und Text bilden eine Einheit, die man nicht trennen sollte. Das diesmal kein deutscher Song auf der Platte ist war nicht beabsichtigt, sondern hat sich einfach so ergeben." Einfach so ergeben hat sich auch die Möglichkeit ein aller erstes Video zur ersten Single 'Summer' zu drehen. "Wir wollten schon immer ein Video machen und nun hat Epitaph gesagt, dass sie zur neuen Platte ein Video machen wollen. Das war perfekt. Wir haben uns einfach in Berlin in den Bus gesetzt und grundsätzlich ein Urlaubsvideo in Spanien gedreht, alles ganz relaxed, aber absolut stimmig zum Song passend. Das ist richtig cool geworden." Dumm bloß, das sich die größte Hörerschaft der Beatsteaks aus einer Szene rekrutiert, die immer schnell mit Sell-out Vorwürfen und ähnlichem zur Hand ist, obwohl die Beatsteaks sicher fern von begründeten Anschuldigungen sind. Zwar ist 'Living Targets' noch eine Spur poppiger als der Vorgänger und die Band nun auch in den Massenmedien vertreten, doch kenne ich kaum eine Band, die so für sich und das was sie machen einsteht und sich mit Sicherheit zuletzt an irgendwelchen Kommerzstrukturen hält, wenn überhaupt. "In erster Linie machen wir, worauf wir Bock haben, sonst nüscht. Wir gehen nicht mit Kalkül zu Werke. Es ist ja immer ein Problem, wenn jemand eine neue Band entdeckt, dann will er sie für sich behalten und ärgert sich tierisch, das auf einmal mehr und mehr Leute zu den Shows kommen und findet die Band plötzlich scheiße, solche Leute müssen wir dann halt gehen lassen, denn nur weil mehr Leute zu unseren Shows kommen, ändert das doch nichts an unserer Musik. Als wir die '48/' rausgebracht haben, die heute ja schon so was wie Kultstatus, als das Underground Punk/HC Album hat, wurden wir auch belächelt und die Leute fanden uns kacke, aber für uns war es das Größte und so ist es auch heut noch. Wir müssen nun mal das tun, mit dem wir uns wohlfühlen. Es kommen ja auch immer Leute an und beklagen sich, dass wir live nur noch so wenig von '48/' spielen, klar wollen die Leute die alten Hits hören, doch in erster Linie machen wir das, was für uns Sinn macht. Wir distanzieren uns auch nicht von unserem Debüt, im Gegenteil wir sind immer noch sehr stolz auf diese Platte, also: Sell-out ist doch eh albern: "Yes, we sell out, every big arena, we sell out. (lacht)" Alles Quatsch." Eine gesunde Einstellung, und einer Band Vorwürfe für ihre eigene Autonomie zu machen ist ja nun auf jeden Fall viel weniger Punkrock, als ein Video auf Viva2 oder ähnliches. Schade, dass sich eine solche reale, talentierte Band wie die Beatsteaks überhaupt um solche unsinnigen Beschuldigungen Gedanken machen muss.Ein weitaus größerer Einschnitt in den Bandkosmos war der Ausstieg des langjährigen Bassisten Ali, Anfang letzten Jahres, der den Mitgliedern der Beatsteaks, die sich selbst als Familie sehen, schwer zu schaffen machte, dann aber durch Torsten Scholz stimmig ersetzt wurde. "Als Ali uns während der Warped-Tour mitteilte, dass es den ganzen Stress mit Touren und so nicht mehr wollte, da er sich um eine Familie kümmern muss waren wir zuerst geschockt. Uns war klar, dass ein Ersatz für Ali nur aus dem Bandumfeld kommen kann, da es in erster Linie auch menschlich klappen muss.

So kamen wir auf Torsten, der schon immer bei der Band dabei war, aber blöderweise noch nie einen Bass in der Hand gehalten hat. Wir haben ihn also eingeschlossen, und gesagt: "Du spielst jetzt bei uns Bass, du musst üben.", und so hat er dann geübt, seinen ersten Auftritt hatte er, als wir vor den Toten Hosen gespielt haben, vor 12.000 Hosen- Fans: Mann, hatte der Angst. Doch er macht seine Sache sehr gut und kann auch menschlich Alis Platz füllen, da die beiden sich sehr ähnlich sind und immer sagen was sie denken. Das tut gut." Unter diesen Vorrausetzungen bleiben uns die Beatbuletten, die mindestens noch sieben weitere Alben veröffentlichen wollen noch lange erhalten und das ist doch endlich mal wieder eine gute Nachricht für diese Welt.Was die nahe Zukunft angeht, da werden die Beatsteaks im März eine große Deutschlandtour starten. " Oh ja, endlich werden wir wieder touren. Im März durch Deutschland, und wir haben uns schon einige Sachen überlegt, die wir bei den Shows ändern wollen. Die Shows werden ganz riesig werden, das beste, was wir bisher gemacht haben. Also, lasst Euch überraschen. Dann werden wir im Anschluss Europa beackern, bevor wir dann im Sommer wieder viele Festivals spielen werden, und dann ... schauen wir mal." Also, rundum gute Neuigkeiten für alle Beatsteaks Fans und solche, die es werden wollen. Eine Band, die eine Klasse für sich ist, auf keinen Fall unverdient bekannter und bekannter wird und selbst bei den Musikerkollegen, wie Greg Graffin (Bad Religion) und vielen anderen Namenhaften Menschen sehr geschätzt wird. Mit solchen Alben wie 'Living Targets' werden sie auch weiterhin zu der Speerspitze der deutschen Musikszene gehören. Ich rate Euch am 28.01.2002 in den Laden zu stürmen und Euch die neue Scheibe und, wenn ihr sie noch nicht habt, alle anderen Alben dieser Gruppe zu besorgen, um die Jungs dann auf ihrer Märztour live zu beehren. Wenn nicht, entgeht Euch was ganz Dickes. So möchte ich nun mit dem, wenn auch etwas geklautem, Motto der Band schließen: OTHER BANDS PLAY. BEATSTEAKS KILL !!!! ( und das ist untertrieben. Anm. des Verf.)


 

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Artikel:
- Beatsteaks - Sympathische Rockhelden erobern die Welt
- Beatsteaks - Deftiges in Konzertformat
- Beatsteaks - Das Wohnzimmerkonzert 2003
- Beatsteaks kommen mit einem Knall zurück
- Beatsteaks - Ich als Fan würde bei der Stange bleiben

Rezensionen:
- Launched
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