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Bad Religion - (Re-) United State Of Mind

Alles neu macht der Mai, so sagt es der Volksmund, bei Bad Religion ist es wohl eher der Januar, der Monat in dem ihr neues Album 'The Process Of Belief' erscheint. Ein Killer von einer Scheibe, die wohl so niemand mehr von den alten Recken erwartet hätte. Alles neu ist auch das Line-up, obwohl nicht neu, sondern eher traditionell. Sieben Jahre nach der Trennung kehrte BR- Gründungsmitglied und Epitaph-Boss Brett Gurewitz wieder zur Band zurück, um wieder gemeinsam mit dem allein gelassenen Songwriter Greg Graffin an neuen Songs zu arbeiten. Das diese neue/alte Zusammenarbeit auch im neuen Jahrtausend vorzüglich klappt bewies schon der Track 'Believe It' vom 2000er Album 'The New America', den Gurewitz und Graffin schon gemeinsam schrieben und der einzige Lichtblick eines sonst eher mühsamen Albums ist. 'The Process Of Belief' ist also nicht nur wörtlich eine Fortsetzung, sondern auch musikalisch schlechthin eine Offenbarung, die dem Songwriter Duo Graffin/Gurewitz absolut gerecht wird und nebenbei eines der frischesten und kraftvollsten BR Alben seit vielen Jahren ist.

Grund genug also, zufrieden im wiedervereinten Hause BR zu sein, und so wundert es nicht, dass mich ein überaus glücklicher Greg Graffin am Telefon begrüßt, um euphorisch über die vielen Neuigkeiten zu berichten bei denen natürlich die neue Platte und der Wiedereinstieg von Brett Gurewitz im Mittelpunkt standen. „Das Brett wieder in der Band ist, ist einfach wunderbar. Ich war überlastet mit dem Druck alleine komplette Alben für BR schreiben zu müssen, und ich hatte Angst davor, dass irgendwann Quantität vor Qualität steht. Wir haben mit Sicherheit einige gute Alben nach Brett’s Ausstieg produziert, doch nun war es an der Zeit, wieder etwas zu verändern, um nicht in ein Loch zu fallen, dass BR nicht gerecht werden würde. Also habe ich Brett gefragt, ob er nicht Lust hat mit mir zusammen wieder ein ganzes Album zu schreiben und er war begeistert, da er selbst immer mehr unausgelastet und unterfordert war. Wir hatten ja schon für das letzte Album einen Song geschrieben, also wussten wir, dass wir immer noch gemeinsam können, was man wohl auch an 'The Process Of Belief' hört.“

Das ist zweifelsohne nicht zu bestreiten, doch gibt es ja noch eine Neuerung im Line-up zu vermelden, denn nach dem Ausstieg von Bobby Schayer, der aus gesundheitlichen Gründen die Band verlassen musste, war auch noch der Platz hinter der Schießbude vakant, der mit Ex-Suicidal Tendencies Drummer Brooks Wackermann mehr als begabt gefüllt wurde. Brooks, der ja auch für das letzte Vandals Album die Drums bediente ist sicherlich der beste Drummer, den BR je hatten, der auch die neue Platte unheimlich energisch nach vorne treibt. “Brooks ist auch ein Glücksfall für die Band, er hat eine fantastische Technik und einen guten Groove, und er war sofort begeistert, als wir ihn fragten, ob er nicht bei uns Schlagzeug spielen will.“ Line-up mässig ist also wieder alles im Lot, jedoch bestehen BR nun aus sechs Mitgliedern, von denen drei nun einmal Gitarristen sind. „Das ist kein Problem, mit drei Gitarren können die Liveshows nur druckvoller werden, Greg, Brian und Brett ergänzen sich sehr gut und tauschen sich auch positiv aus, es stand nie zur Debatte wegen Brett einen anderen aus der Band zu werfen. BR sind in diesem Line-up am stärksten und das wird auch so bleiben. Außerdem können wir immer noch touren, wenn einer von denen mal schlapp macht (lacht)“

 

Wie schon erwähnt sind all diese positiven Veränderungen auch auf dem neuen Album unüberhörbar, das für viele schon jetzt zu den besten BR Alben aller Zeiten zählt und auch der Band unglaublich viel bedeutet. „Es war einfach lässig wieder mit Brett zu arbeiten, es ist einfach gelaufen, einige Songs haben wir innerhalb eines Tages geschrieben und überhaupt herrschte während der ganzen Produktion immer sehr viel relaxter Spaß, wir waren alle so aufgeregt wegen der neuen Songs. Wir wussten wie stark sie sind und so sind wir jetzt auch sehr stolz auf diese Platte. Für mich ist sie noch etwas wichtiger, da sie sehr persönlich ist. Ich gebe in den Texten sehr viel von meiner Persönlichkeit preis, Texte, die dann auch noch so fantastisch zur Musik passten, die Songs formten, die mir persönlich nun sehr viel bedeuten. Dieses Album ist ein wahrer Process of Belief. Für uns alle.“ Und wohl auch für die Fans, die BR zwar immer noch fanatisch und zahlreich unterstützen, doch denen die neuen Platten wohl nie soviel bedeuten konnten, wie die Meisterwerke 'Against The Grain','Recipe For Hate' und 'Suffer'. Das neue Album hat nun absolut das Zeug dazu in diese illustere Runde aufgenommen zu werden und auch die Anhängerschaft mal wieder vollends zufrieden stellen wird. „Das denke ich auch, denn BR haben gerade heute in der Punkszene, die sehr viel von Fun und Party dominiert wird eine große Daseinsberechtigung. Mir ist das ja egal, wenn Bands Songs über diese Themen schreiben, doch ich denke, das es wichtig ist auch immer wieder die Leute wachzurütteln und kritisch an unsere Welt heran zu gehen. Diese Kritikpunkte aufzuzeigen war und ist schon immer das Anliegen dieser Band gewesen. Wir werden niemals einen Song über Saufen oder ähnliches schreiben. Keine Angst.“ Ein wichtiges Anliegen, das schon immer BR auszeichnete und heutzutage in der Welt nach dem 11.September wahrscheinlich wichtiger denn jemals zuvor ist. „Die Anschläge waren furchtbar. Ich war absolut schockiert und habe mich garantiert so gefühlt, wie jeder andere Mensch auch. All diese sinnlos geopferten Menschenleben, wofür das alles. Doch es macht mich auch ängstlich, wie Amerika reagiert. Warum sind diese grauenhaften Taten nun der Anlass dafür auf jede freie Fläche eine US-Flagge zu kleben und den amerikanischen Nationalismus in ungeahnte Höhen zu heben. Das trägt doch nur dazu bei die Welt noch mehr zu entzweien. Ein Ansatzpunkt, den BR schon immer im Auge hatten, wir sollten alle

zusammenhalten.“ Und wohl auch weiter hin im Auge behalten werden. BR die fantastische, reflektierte Punkrockband, die mit ungemein intelligenten Lyrics schon oft ein Aha-Erlebnis beim Hörer hinterließen und ihnen auch so die Daseinsberechtigung für die Zukunft erteilt. Eine Zukunft, in der auch wir auf dem alten Kontinent sie hoffentlich mal wieder auf der Bühne begrüßen dürfen. „Ja, wir werden schon kurz nach der Album Veröffentlichung wieder auf Tour gehen und dann im Februar und im Mai in Deutschland sein. Außerdem wollen wir dieses Jahr einige Festivals spielen. Deutschland ist für uns sehr wichtig, wir haben einige unserer treuesten Fans hier und wir kommen gerne in euer Land, die Shows hier sind immer sehr viel Spaß.“So sieht die Punkrockwelt doch schon wieder etwas freundlicher aus, besonders ab dem 21.1.2002, der Tag an dem 'The Process Of Belief' erscheint, ein Album, das BR Ausnahmestellung wieder absolut festigt und auch den letzten Nörgler zum schweigen bringen wird. BR sind wichtig für die Musikwelt und werden es auch immer bleiben, besonders jetzt, wo sie sich wieder in einem an sich kompletten Line-up befinden und ein absolutes Killeralbum ihr eigen nennen können, so wie jeder, der sich die neue Scheibe sofort am VÖ Tag kauft. BR sind und bleiben einmalig und verdammt gut.


 

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