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Die Einwohner Gemündens scheinen das Prozedere zu kennen, schließlich fand das Up From The Ground bereits das achte Mal statt. Schon von weitem wurde schwarzgekleideten Langhaarigen der richtige Weg zum Festivalgelände gewiesen, das direkt am Main liegt. Mit 2500 Besuchern nicht gerade das größte, aber sicher eines der schönsten Festivals, was die deutsche Deathmetal- Landschaft angeht. Vom hochkarätigen Billing ganz zu schweigen.
Kaum angekommen, zehn Meter neben der Bühne und zwei Meter vom Mainufer im Backstage das Zelt aufgeschlagen, fing das gepflegte Getrümmer bereits an. The Crestfallen droschen mit einer gelungenen Mischung aus Melodic Death und Thrash auf die sich langsam einfindende Metallergemeinschaft ein und gegen halb drei rotierten schon die ersten Matten. Mit "Awake And Bleed", dem Titeltrack der aktuellen Scheibe gaben die Nürnberger an die Kollegen von Davidian ab, die leider nicht ganz so überzeugend wirkten. Der Thrash mit Hardcore- Elementen könnte druckvollere Vocals vertragen, die bereits Anwesenden zollen allerdings gebührenden Respekt.
"Guten Morgen, wir sind Runamok und die nächste halbe Stunde wird gerockt!", kündigte Sänger Fabian seine Truppe an. Das vielseitige Billing hatte nämlich auch eine Portion Oldschool- Thrash im Stile der guten alten Megadeth zu bieten. Cleane Vocals als Kontrastprogramm sorgten offensichtlich für Laune, die sich, nicht unwesentlich angeheizt von diversen Gerstenkaltschalen, im stetig wachsenden Publikum breit machte.
Schistosoma, angesiedelt in Mittelfranken, kamen mit Thrash im moderneren Gewande daher und verfügten über einen verdammt versierten Felldrescher. Mit Doublebass- Attacken im Magen und groovy Mattendrehermelodien im Schädel dankte das Publikum brav für den gelungenen Gig.
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Das leidige und äußerst polarisierende Thema vieler Diskussionen im Reich der schweren Gitarren sind Keyboards. Da war es doch praktisch, dass die eher abgeneigte Verfasserin über einen musikalischen Gegenpol verfügte. Dieser Pol, in Form von Zelt- Mitbewohnerin Vera, die das Geprügel des frühen Nachmittags lieber gegen eine Portion Schlaf getauscht hatte, sah in Cryptic Wintermoon einen guten Grund, endlich aufzustehen: "Sanfte Klänge, schöne Melodien", Geschmackssache eben. In jedem Fall mauserten die Blackmetaller mit Todesblei- Einschlag sich zum ersten Highlight des Freitags.
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