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Für die 15. Auflage des Open Airs haben 1000 Helfer aus 130 Hektar Acker in zwei Wochen ein Festival Gelände aus dem Nichts errichtet. 70 Mitarbeiter im Produktionsteam, 500 Securitys, 200 Stewards, 330 Sanitäter und 150 Ordnungskräfte der Polizei waren im Einsatz, 4 Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden hatten zum Glück keine großen Einsätze. Die Crew stellte 15000 Meter Zaun auf, hängte 5000 Sichtschutzplanen und verbaute noch fünf Kilometer Bühnen- und Einlassgitter. 500 Hinweisschilder wurden angebracht und 450 Meter befestigte Rettungswege gebaut. Sieben Großzelte mussten errichtet werden, die Technik hat 85 km Kabel verlegt, in 55 Containern wurden insgesamt 60 Telefonleitungen gelegt und 20 Computer-Arbeitsplätze eingerichtet. Der Bühnenbau hat aus 150 Tonnen Stahl fünf Bühnen erschaffen und diese in zwölf Trailern transportiert, 80 Stromaggregate produzierten den Strombedarf einer Kleinstadt.
In diesem Jahr waren 500 Mobil Toiletten, 450 wassergespülte Toiletten und 150 Meter Pinkelrinne auf dem Gelände verteilt, 45000 Rollen Klopapier wurden zu ihren jeweiligen Einsatzorten gebracht. 360 Duschen, 50 Waschrinnen und freier Eintritt im Wackener Schwimmbad sorgten für (Bedarfs weise) ausreichende Körperhygiene. Das Ergebnis sind mehr als 120000 Kubikmeter Abwasser, die rund um die Uhr entsorgt wurden.
Der Donnerstag oder auch: Jeder bekommt sein Fett weg...
Einen nicht ganz so ausufernden logistischen, aber nicht minder beschwerlichen Aufwand erlebte der anwesende Teil der whiskey-soda-Redaktion, genaue Zahlen sollen aufgrund des Datenschutzes nicht genannt werden, doch die Menge der Getränke nahm astronomische Formen an und das benötigte technische Equipment sprengte den Rahmen, dass am Donnerstag morgen um fünf Uhr der Busfahrer nicht den einsteigenden Redakteur mit einem "Guten Morgen" begrüßte, sondern mit einem "Umzüge machen Zapf!". Haha, liebe BVG, und Humor macht Axel Stein!
Der angemietete Redaktionswohnwagen war mit einem feinen CB-Funkgerät ausgerüstet, mit dem der Cheffe Jack D. ausgiebig spielte und ein neues Hobby fand. Als er um 14:40 in Greve (das Mobil stammte aus Herne, deswegen der Umweg, A.d.V.) einen LKW überholte, bekam er seinen Tages-Ansch...ß weg, als Fahrer Norbert sich genötigt fühlte und in sein Funkgerät plärrte: "N Aaaschloch bist Du, n Aaaschloch!". Haha, und das wurde zum Spruch des Festivals. Redakteurin Espirita hatte ihren Tages-Tiefpunkt, als ihre Stiefel plötzlich (jaja, klar...) bestialisch zu stinken anfingen und Gast Toolman schoss den Vogel mit einem 70s-Revival-Blumenhemd Marke Meiner-Omas-Tapete ab. Dies soll es aber gewesen sein mit internen Lästereien, die sonst hier den Rahmen sprengen würden.
Mit Motörhead eröffnete eine der ganz großen Rock-Koryphäen das Jubiläums-Open Air, Meister Lemmy nebst seinen Mannen rockten gewohnt souverän und laut und feuerten Klassiker um Klassiker wie "Bomber" in die Meute. Der im Vorfeld viel diskutierte Auftritt der Böhsen Onkelz zog die meisten Besucher vor die Bühne, was wohl auch an Tausenden Tagestickets lag, die die Band bei ihrem Gastspiel im Vorprogramm der Rolling Stones ausgab. Zahllose Onkelz-Fans feierten die Band weit über zwei Stunden ab, obwohl Songs wie "Nur die Besten sterben jung" stimmungstechnisch nicht auf ein Open Air passen.
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