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Gene Simmons - Rockstar, Geschäftsmann und Arschloch

Wenn man an Gene Simmons denkt, dann fällt einem sofort der Kiss-Dämon ein, wie er Blut und Feuer spuckend mit diabolischem Blick seinen Bass malträtiert. Kaum zu glauben, dass dieser Mann Balladen schreibt, die Titel tragen wie „I Dream A Thousand Dreams“. Und viel mehr noch, auf seinem zweiten Soloalbum „Asshole“ verarbeitet er die Trauer über den frühen Verlust seines Vaters, musiziert mit der Familie von Frank Zappa, komponiert mit Bob Dylan und lässt sogar seine eigenen Verwandten mitsingen. Dieser Mann ist mehr als der Bassist von Amerikas Band mit den meisten Goldschallplatten. Er ist Frauenliebhaber, Filmfreak, Familienvater, Autor, Verleger Geschäftsmann und, wie er selbst sagt, für viele ein Arschloch.

[bild1]Mittlerweile ist es knapp 50 Jahre her, dass in Israel ein Junge mit dem Namen Chaim Witz geboren wurde. Er war kaum 5 Jahre alt, da verließ sein Vater nach Ehestreitigkeiten die Familie und es dauerte nicht lange, bis der kleine Chaim mit seiner Mutter nach New York auswanderte, wo er den Namen Eugene Klein annahm und auf eine jüdische Schule ging. Fasziniert von Comics, Filmen und Rockmusik gründete der Teenager Gene eine Band, um schnell festzustellen, dass das zwei Vorteile mit sich brachte: Frauen und Geld. Beide sollten bald darauf zu seiner größten Leidenschaft werden, denn dank des ersten Plattenvertrags von Kiss im Jahre 1974 konnte Gene Simmons, wie er sich fortan nannte, auf beides zurückgreifen. In nunmehr bereits 30 Jahren mit der „heissesten Band der Welt“ hat er auf eines aber nie zurückgegriffen, Drogen und Alkohol. Berüchtigt ist er stattdessen für seine unzähligen Liebesabenteuer. Mit tausenden von Frauen soll er geschlafen haben. Verheiratet ist er bis heute nicht, denn davon hält der Womanizer überhaupt nichts. Der zweifache Vater lebt aber schon lange mit der Mutter seiner Kinder, Playboy-Model und Erotik-Darstellerin Shannon Tweed, zusammen.

 

Nicht immer beliebt gemacht hat sich Gene mit seinen deutlichen Worten, z.B. über diverse Bandmitglieder. „Ich bin immer ehrlich und sage, was ich denke“, bestätigt er, „deshalb halten mich viele für ein Arschloch.“ Der Titel seines neuen Albums war daher schnell gefunden. Über 30 Platten hat Simmons mit Kiss veröffentlicht, „Asshole“ ist allerdings erst seine zweite als Solokünstler. Der „Vorgänger“ erschien 1978 und war fast ein Kiss-Album. Nach bandinternen Differenzen waren Ace Frehley und Peter Criss kurz davor die Band zu verlassen. „Doch Paul [Stanley] hatte die fantastische Idee, dass einfach jeder ein Soloalbum machen könne, um etwas Abstand zu gewinnen“, erinnert sich Simmons. Die 4 völlig unabhängig produzierten Scheiben wurden alle am selben Tag in einheitlichem Design unter dem Kiss-Siegel veröffentlicht, etwas bis heute einzigartiges. Von einem Nachfolger kann man also nur bedingt sprechen. Die Platte ist eher ein dringend überfälliger Output für das riesengroße Repertoire eines Workaholics. „Ich habe noch so viel altes Material. Nächstes Jahr wird es vermutlich ein Boxset von mir geben, das etwa 100 Songs enthält“, kündigt Gene selbstzufrieden an und erklärt: „Es wäre diesen Songs gegenüber unfair, sie nicht zu veröffentlichen, sie verdienen es einfach, weil sie gut sind.“

[bild3]„Asshole“ stellt so gesehen nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem umfangreichen Schaffen dar. Das Album ist ein Inbegriff der Vielseitigkeit, vereint die unterschiedlichsten Stilelemente von Hard Rock, Blues, Thrash, Psychedelic, Pop und Rap. „Ich mag eben alle möglichen Sachen, von Patsy Cline über die Rolling Stones zu Motown und Hoobastank“, erzählt das Allroundgenie, „ich bin ein Kind der Beatles. Sie haben diesen speziellen Sound kreiert, konnten alles spielen, es gab keine Regeln. So wollte ich es auch auf meinem Album.“ Und darauf gibt es die verrücktesten Kooperationen. Mit Bob Dylan schrieb Gene „Waiting For The Morning Light“, “Black Tongue” entstand mit der Familie von Frank Zappa und mit Dave Navarro nahm er ein Cover von The Prodigy’s „Firestarter“ auf. Er überrascht mit jedem Song. In "Now That You're Gone" verarbeitet er sogar den frühen Verlust des Vaters. „Die Leute denken immer in Schubladen“, bemerkt Gene, „aber Menschen sind doch dreidimensional, und auch Rammstein-Fans hören gern mal ABBA, denn die Musik ist gut!“

Mindestens so vielseitig wie sein Album ist auch der Mann. Die Karriere als Schauspieler gab Filmfreak Simmons zwar zugunsten der Band auf, sieht man mal von Gastauftritten ab. Doch als Geschäftsmann machte er Kiss zu einem riesigen Unternehmen, das mittlerweile über 2500 (!) verschiedene Merchandising-Artikel vertreibt, darunter den berühmten Kiss-Sarg. Bereits in den 80ern gründete er sein eigenes Label „Simmons Records“, nahm viel versprechende Künstler unter Vertrag. Außerdem ist es kein Märchen, dass Gene Van Halen entdeckte und ein Demo produzierte, dass ihnen einen Plattenvertrag bei Warner Bros. bescherte. Damit nicht genug, wurde er in den letzten Jahren verstärkt als Autor tätig, schrieb seine persönliche Biographie sowie den Lebensratgeber „Sex, Money & Kiss“. Die Arbeit als Verleger seines eigenen Männermagazins „Tongue“ hat er „vorübergehend eingestellt“. Schließlich gibt es da noch die Band, deren eigenes Label „Kiss Records“ letztes Jahr mit der „Kiss Symphony“ ihr erstes Release hatte und die im Sommer mit Poison unterwegs ist. Dabei befanden sich die maskierten Rocker doch schon auf Abschiedstournee? „Es war als Abschied geplant, doch dann stellten Paul und ich fest, dass wir weitermachen sollten, es wäre einfach nicht richtig gewesen, diese schöne Sache namens Kiss zu beenden“, entgegnet Gene, „ich glaube, wir werden noch lange weitermachen…“


 

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Philip
© 06/2004 whiskey-soda.de
 


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