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Sicherlich gehören die Bands, die sich an diesem Samstag (05.02.05) in der Weissen Rose die Klinke in die Hand gaben, immer noch dem Berliner Underground an, aber dennoch wurden sie von ihren Fans genauso ungeduldig erwartet.
Es handelte sich hierbei immerhin um das Livezone-Finale (oder heißt es jetzt "Support Your Local Bands Finale?! Ich blicke da nicht mehr durch), bei dem jede Stimme zählt, um zu gewinnen. In einem vorher stattfindenen Konzertmarathon wurden sechs Bands ausgewählt, die im Finale gegeneinander antreten durften: Swim; Ratz Impact; Aret; Hans der Kleingärtner; Diary of Life und Dropped.
Den undankbaren Job des Openers mussten Swim erledigen. Sie leiteten das Festival mit ihrem melodiösen Rock etwas ruhiger ein und man konnte sich prima für die folgende Band bereit machen. Ratz Impact überzeugten vollkommen durch ihre dynamischen Riffs, das treibende Schlagzeug und die kraftvolle Stimme. Das Publikum war ganz meiner Meinung und pogte wie wild drauf los. Auch der erste Stagediver ließ nicht lange auf sich warten. Völlig geschafft von den vielen Tempowechseln und dem finalen Schlagzeuggeknüppel ging es gleich weiter mit Aret.
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Die ließen dann erst einmal ihre Assistenten aus dem Käfig, welche mit einem großen blauen aufblasbarem Sessel auf die Bühne marschierten , um diesen kurz entschlossen in die Menge zu werfen. Das brachte das Fass zum überlaufen, denn alle stürzten sich wie wild auf diesen Sessel und ließen ihn durch die Luft sausen. Sie schlugen auf ihn ein wie ein kleines Kind, das einem Luftballon das Fliegen beibringt. Damit war klar: Aret hatten die Herzen des Publikums erobert - mit einem großen blauen Plastiksessel! Angestachelt durch ihren etwas abgewandeltem Ska, konnte keiner mehr still halten. Alle die nicht am ständigen Stagediven oder Pogen waren, tanzten oder wackelten mindestens mit dem Fuß.
Es wurde einem nur eine kleine Pause gegönnt, denn es ging gleich weiter mit Hans dem Kleingärtner, der uns mit chillig-tanzbarem Dancehall unter Beschlag nahm. Da Singa Che Ras zog das sowieso schon euphorische Publikum mit seiner für den Reggae typischen Stimme in seinen Bann.
Dann übernahmen Diary of Life das Zepter, bei denen mir nur die kleinen Schwächen im Gesang auffielen, mehr leider nicht. Mittlerweile tanzte nur noch ein Teil des Publikums, denn der andere war nach Hans dem Kleingärtner irgendwie abhanden gekommen.
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